noch ein paravent
Im Frühjahr 2002 war es soweit; mein bester Freund Olaf
heiratete seine Amade. Beiläufig hatte er seinem Wunsch
Ausdruck verliehen, einen solchen Paravent, wie ihn Gele von mir
geschenkt bekommen hatte, auch sein eigen zu nennen. Was blieb
also anderes übrig, als sich wieder an die Arbeit zu machen?
Gele half mir beim Grundieren, welches auf Holzgründen
beidseitig zu erfolgen hat. Den traditionellen Kreidegrund aus
Hautleim und Champagner Kreide, vermischt mit etwas Gelbem Ocker
trugen wir mit breiten Japanspachteln auf, was beim Schleifen
deutlich Zeit, Staub und Arbeit ersparte. Die Rückseite
wurde mit Naturschellack isoliert und darauf Blattmetall in
Öltechnik angelegt (Siehe die Abbildung oben). Auf der mit
einem blühenden Pflaumenbaum bemalten Vorderseite wurde eine
antikisierende Blattvergoldung mittels
selbstangemischtem Goldlack und einer Schablone imitiert. Nach
der Bemalung wurden die drei Tafeln mit Naturschellack dünn
überfangen und anschließend mit Bienenwaschsbal-sam
überzogen.
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